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TENNIS ALS WARE ODER ALS TRANSFORMATIONSPROZESS

  • Writer: Long Arnold
    Long Arnold
  • Jan 4
  • 3 min read

Tennis ist mehr als Technik – es ist eine Entwicklungsreise.


Als Eltern wünschen wir uns natürlich, dass unsere Kinder eine gute Technik erlernen, Selbstvertrauen aufbauen und Freude am Sport haben. Was dabei aber oft übersehen wird, ist, wie Kinder lernen – und welche Umgebung ihnen ein optimales Wachstum ermöglicht.


In meiner Arbeit geht es nicht nur um Technik und Übungen. Es geht darum, die richtigen Bedingungen zu schaffen, damit Lernen gelingen kann – technisch, emotional und persönlich. Denn ein Kind, das sich sicher, verstanden und respektiert fühlt, lernt schneller und nachhaltiger als eines, das sich unter Druck gesetzt oder beurteilt fühlt.


Warum die Lernumgebung so wichtig ist


Kinder lernen nicht am besten, wenn sie angespannt sind oder Angst vor Fehlern haben. Sie lernen am besten, wenn sie sich:


• emotional sicher fühlen

• ermutigt werden, Neues auszuprobieren

• Unterstützung erfahren, wenn etwas nicht sofort klappt


In einer ruhigen und unterstützenden Umgebung:


• erlernen Kinder neue Fähigkeiten leichter

• bleiben sie neugierig statt defensiv

• trauen sie sich, sich selbst herauszufordern


Das bedeutet nicht, die Erwartungen zu senken. Es bedeutet, die Kinder dort abzuholen, wo sie stehen, damit sie selbstbewusst voranschreiten können.


Langfristige Entwicklung statt kurzfristiger Ergebnisse


Eine erfolgreiche Tennisentwicklung braucht Zeit. Vom ersten Ballkontakt bis zum selbstbewussten, fähigen Spieler vergehen meist viele Jahre.


Deshalb konzentriere ich mich auf:

• altersgerechte Herausforderungen

• Schutz von Körper und Motivation

• Stetiger Fortschritt statt Abkürzungen


Kinder, die sich langfristig unterstützt fühlen, bleiben dem Sport viel eher treu – und schöpfen ihr volles Potenzial aus.


Die Persönlichkeit hinter dem Spieler entwickeln


Tennis vermittelt auch wichtige Lebenskompetenzen.


Durch die richtige Anleitung lernen Kinder:

• mit Frustration umzugehen

•Verantwortung zu übernehmen

•in schwierigen Situationen durchzuhalten

•Siege und Niederlagen mit Würde zu akzeptieren


Diese Eigenschaften machen sie nicht nur zu besseren Spielern, sondern formen selbstbewusste und widerstandsfähige Persönlichkeiten.


Gutes Coaching bedeutet nicht, Kinder stärker anzu-treiben.


Es bedeutet, sie besser zu verstehen. Wenn Kinder mit Klarheit, Geduld und Respekt begleitet werden, überraschen sie sich oft selbst – nicht nur mit ihren sportlichen Leistungen, sondern auch mit ihrer persönlichen Entwicklung.


Und das ist die Grundlage für sportlichen Erfolg und persönliches Wachstum.


Wenn Tennis zur Ware wird


Heute wird Tennis vielerorts wie ein Produkt angeboten. Kurzfristige Ergebnisse stehen im Fokus: Man bezahlt für eine Stunde. Das Kind erhält Anweisungen. Wiederholungen werden gezählt. Fortschritte werden schnell gemessen.


Oberflächlich betrachtet wirkt das effizient.


Doch Effizienz ist nicht gleichbedeutend mit Entwicklung. Unerfahrene Trainer verstehen nicht, dass es altersgerechte Herausforderungen, Schutz von Körper und Motivation und stetiger Fortschritt statt Abkürzungen braucht, um ein fähiger Tennisspieler zu werden.


Kurzfristiger Fortschritt, langfristige Kosten


Tennis nach dem Schema „kommerziell“ kann schnelle, sichtbare Verbesserungen bringen.


Doch diese Erfolge haben oft ihren Preis. Im Laufe der Zeit verlieren viele Kinder:


• die Freude am Sport

• werden ängstlich, was ihre Leistung angeht

•haben Schwierigkeiten in Wettkämpfen, trotz guter Trainingsergebnisse

•hören auf, wenn Tennis sie emotional belastet


Nicht etwa, weil es ihnen an Talent mangelt – sondern weil das Umfeld das Kind nie

ganzheitlich gefördert hat.


Menschenzentriertes Coaching


Das bedeutet, dass ich mich als Trainer auf emotionale Sicherheit, eine sichere Bindung und die Entwicklung von Beziehungen – nicht nur auf Schlagtechniken, Beinarbeit oder Taktik konzentriere.


Dadurch entwickeln die Spieler Resilienz, Selbstvertrauen und Selbstregulation – Eigenschaften, die sich direkt auf die Leistung unter Druck auswirken.


Langfristige Spielerentwicklung


Viele Trainer erzielen kurzfristige technische Fortschritte. Meine langfristige Spielerentwicklung sorgt dafür, dass sich die Spieler sowohl als Sportler als auch als Persönlichkeiten weiterentwickeln. Dies beugt Burnout vor, verbessert die Motivation und fördert die lebenslange Begeisterung für den Sport.


Die meisten Trainer lehren das Spiel. Ich lehre den Spieler. Mit über 35 Jahren Erfahrung verbinde ich technische Exzellenz mit einem menschenzentrierten Coaching-Ansatz. Mein Fokus liegt nicht nur auf Schlägen, Beinarbeit oder Klassierungen, sondern darauf, ein emotional sicheres Umfeld zu schaffen, in dem Spieler lernen, sich selbst zu vertrauen, mit Druck umzugehen und zu resilienten, selbstbewussten Persönlichkeiten heranzuwachsen.

Dieser doppelte Fokus verschafft meinen Spielern einen echten Leistungsvorteil: Sie spielen besser, erholen sich schneller und entwickeln Fähigkeiten, die ihnen sowohl auf als auch neben dem Platz zugutekommen. Eltern, Akademien und Verbände vertrauen diesem Ansatz, weil er Athleten hervorbringt, die nicht nur überleben, sondern aufblühen.


 
 
 

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